Morgens der erste Kaffee auf dem eigenen Sonnendeck, während das Schiff in den Hafen läuft. Kein Buffet, sondern Frühstück mit Bedienung. Und abends eine Tür, hinter der die anderen 2.000 Gäste einfach nicht sind. Hier seht ihr, was das bei jeder Reederei bedeutet – und was es wirklich kostet.
Eine Kreuzfahrt ist voller kleiner Warteschlangen. Am Terminal, am Buffet, am Aufzug, beim Reservieren, beim Aussteigen. Eine Suite nimmt euch fast alle davon ab – und das merkt ihr nicht einmal am ersten Tag, sondern jeden Morgen aufs Neue.
Statt am Buffet einen Platz zu suchen, sitzt ihr im À-la-carte-Restaurant, und jemand fragt euch, wie ihr die Eier möchtet. Statt um sieben Uhr ein Handtuch auf eine Liege zu legen, tretet ihr auf euer eigenes Sonnendeck. Und wenn abends das Schiff voll ist, gibt es einen Raum, in dem es das nicht ist.
Das ist der Teil, den Prospekte schlecht erklären: Eine Suite ist kein größeres Zimmer. Sie ist ein anderes Tempo.
Wählt eure Reederei – jede macht daraus etwas anderes.
Hakt nur das ab, was ihr sonst wirklich dazugebucht hättet. Alles andere ist zwar schön, aber kein Geld wert, das ihr sonst ausgegeben hättet.
Ich sehe im Buchungssystem, was die Suite auf eurer Wunschreise kostet und welche Leistungen bei genau diesem Schiff dabei sind – das unterscheidet sich innerhalb einer Reederei von Schiff zu Schiff.
Suite anfragenDas ist die Frage, die vor allen anderen kommt. Bei AIDA, Mein Schiff, Costa und den normalen MSC-Suiten bleibt ihr Teil des ganzen Schiffs: mehr Platz, mehr Service, ein paar feste Extras – aber ihr esst, wo alle essen, und sitzt am selben Pool.
Beim MSC Yacht Club, und bei NCL The Haven betretet ihr dagegen einen abgetrennten Bereich mit eigener Zugangskarte, eigenem Restaurant, eigener Lounge und eigenem Pool. Das ist kein Kabinen-Upgrade, sondern ein anderes Urlaubsgefühl – und der Grund, warum der Aufpreis dort deutlich höher liegt.
Und dann gibt es noch den dritten Weg: Explora Journeys hat gar keine Kabinen, nur Suiten. Dort gibt es keinen Aufpreis, weil es nichts Günstigeres gibt – dafür ist im Reisepreis fast alles enthalten, was ihr sonst einzeln bezahlt. Wer ausrechnen will, ob sich das lohnt, vergleicht nicht Kabinenkategorien, sondern zwei ganze Reisen.
Ehrlich gerechnetWenn ihr auf einer Route mit vielen Hafentagen unterwegs seid, jeden Tag früh von Bord geht und abends müde ins Bett fallt, nutzt ihr Lounge, Pool und Butler kaum. Dann zahlt ihr für Quadratmeter, in denen ihr schlaft.
Und wenn ihr ohnehin wenig trinkt: Bei Costa und im Yacht Club steckt der größte Einzelwert im Getränkepaket. Wer das nicht ausschöpft, verliert den Löwenanteil des Vorteils – rechnet es im Getränkepaket-Rechner einmal nach.